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#1 | |
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Community-Managerin
Registriert seit: 21.04.2008
Ort: München
Beiträge: 11.823
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Gitarrenhersteller Gibson will Naturschutzgesetz kippen
Unter den Käufern des auf Madagaskar geschlagenen Holzes ist der berühmte Nobelgitarrenbauer Gibson aus Nashville, USA. Bei Durchsuchungen der Firma haben die amerikanischen Bundesbehörden Tropenhölzer, daraus hergestellte Gitarren und Lieferdokumente beschlagnahmt. Das Eben- und Palisanderholz soll aus illegalem Einschlag auf Madagaskar stammen, so der Vorwurf. Quelle und weiterlesen: https://www.regenwald.org/aktion/823?mt=1274 Zitat:
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#2 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 01.07.2007
Ort: Im Land zwischen den Meeren
Beiträge: 4.887
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Sorry, aber der verlinkte Artikel ist ziemlich marktschreierisch und dementsprechend überwiegend vage und unsachlich.
Der Artikel tut so, als sei der Holzeinschlag auf Madagascar generell illegal. Das entspricht aber keineswegs den Tatsachen. Der Einschlag ist laut madagassischem Gesetz lediglich im Nationalpark verboten. Somit wäre/ist einzig der Handel mit dem dort geschlagenen Holz illegal. Es müßte also für jeden einzelnen Stamm der Nachweis geführt werden, daß er in einem geschützten Gebiet gefällt wurde. Dies ist in der Praxis schlechterdings möglich, zumal die von den madagassischen Exporteuren beigebrachten Ursprungs- und Exportdokumente "sauber" sind. Selbst beim besten Willen hätten Importeure, egal in welchem Land sie zuhause sind, so gut wie keine realistische Möglichkeit, die Richtigkeit der erhaltenen Dokumente zu widerlegen oder auch nur zu kontrollieren, zumal die Dokumente offiziell von den madagassischen Behörden abgestempelt sind. Um keine Mißverständnisse entstehen zu lassen: ich bin sehr für einen Schutz der Wälder in einem sinnvollen Umfang, welcher einer ausgeglichenen Bilanz zwischen nachwachsender und Einschlagmenge Rechnung trägt. Die notwendigen Regelungen sollten dabei jedoch stets auch realistisch praktikabel sein.
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#3 | |
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Community-Managerin
Registriert seit: 21.04.2008
Ort: München
Beiträge: 11.823
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es ist nicht das erste mal, dass gibson in diesen verdacht gerät. passiert ist bisher nicht viel und vermutlich wird auch wieder nichts passieren.
Zitat:
siehe auch: FSC-Watch: Gibson Guitars fiasco raises new questions about integrity of Rainforest Alliance http://www.greenaction.de/kampagne/t...im-gitarrenbau
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Community-Management & Support support@magnus.de __________________________________________________ _________ "Ich muss heute wieder jonglieren, tanzen und den Bären durch die Manege führen." "Sind Sie beim Zirkus?" "Nein, Online-Community-Manager." @oetting Geändert von christine (19.01.2012 um 09:08 Uhr). |
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#4 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 01.07.2007
Ort: Im Land zwischen den Meeren
Beiträge: 4.887
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Moin Christine,
Hmm. Bei allem Respekt, aber soweit mir bekannt ist, gibt es im Zusammenhang mit madagassischem Holz bisher nicht einen einzigen Fall, in welchem zweifelsfrei konkret bewiesen wurde, daß eine Lieferung oder Teile davon illegal eingeführt wurden. Weder gegen Gibson noch gegen irgendwelche Holzimporteure. Und, sorry, aber ich bin der Ansicht, daß der Rechtsgrundsatz "in dubio pro reo" (im Zweifel für den Angeklagten) auch für die Medien gelten bzw. durch sie angewendet sollte. … Aber dann wäre wahrscheinlich ein großer Teil der Journalisten arbeitslos.… Der von Dir verlinkte Eintrag bei der TAZ stammt von der Organisation "Rettet den Regenwald", zu denen Du bereits in Deinem Eröffnungsbeitrag verlinkt hattest. Beide Artikel haben also den selben Urheber. Dieser "trommelt" zwar viel, blaibt in seinen Anschuldigungen und Formulierungen aber stets so vage, daß man ihm keinen Strick daraus drehen kann. Dein Zitat ist ein guter Beleg dafür: viele aufbauschende Adjektive aber keine konkreten Fakten. Und wenn ich lese, daß der FSC ein lasches Regelwerk habe und von der Holzindustrie dominiert werde, weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob ich weinen oder lachen soll ob solcher absurden Aussagen. Wer mit FSC zu tun hat und sich mit deren Regelwerk beschäftigt bzw. es in der Praxis befolgen muß, wird zumindest vollkommen anderer Ansicht sein. Wie gesagt: wenn es auf Madagaskar kriminelle Holzfäller und/oder -exporteure gibt, die in geschlossenen Wäldern illegal Holz einschlagen oder -exportieren, dann muß mit aller Konsequenz gegen sie vorgegangen werden. … Dabei sollte aber auf/in Madagaskar angesetzt werden und nicht bei den Käufern des Holzes, solange diese in ihrem Verantwortungsbereich gesetzestreu handeln.
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