Auf ein sehr aktuelles Hacking-Thema hat der Schweizer Analyst John Müller vor einigen Tagen hingewiesen: Page-Rank-Diebstahl. Der Trick ist so einfach wie perfide: Hacker verschaffen sich über einen der zahllosen bekannten Wege Zugriff auf einen Webserver und leiten dort alle normalen User-Request per 301-Redirect auf ihre eigene Site um. Noch hinterhältiger ist die Variante, nur Suchmaschinen-Requests umzuleiten, sodass der Websitebesitzer möglicherweise sehr lange braucht, bevor er den Hack überhaupt bemerkt.
Was hat ein Hacker von dieser Umleitung? Bis zu einem gewissen Grad ist es möglich, das Suchmaschinen-Ranking von Webseiten per 301-Redirect auf andere Seiten zu übertragen. Das ist unter normalen Bedingungen sinnvoll, etwa wenn eine Website reorganisiert wird und sich die URLs bei gleichbleibendem Content ändern.
Nachdem 301-Redirects auf ganz verschiedene Weise durchgeführt werden können (per .htaccess ebenso wie über PHP), gibt es für die Hacker auch unterschiedliche Möglichkeiten, die Umleitung unbemerkt auf der Opfer-Site zu platzieren.
In seinem Beitrag gibt John Müller zahlreiche Tipps, wie man solche Hacking-Versuche erkennen kann. Am praktikabelsten finde ich die Variante, regelmäßig in den Google Webmastertools zu prüfen, ob Google 301-Redirects für Seiten in der Google Sitemap meldet. Und natürlich ist ein signifikanter Rückganz in Crawler-Aktivitäten in den eigenen Website-Statistiken immer ein Alarmsignal.
Tags: 301, Hacking, Pagerank, redirect, SEO
2 Kommentare zu "Hacker stehlen Page Rank"
Hm ist ja jetzt nix neues..viel interessant wäre ja wie man den Server hackt.
Ist einem von Euch schonmal aufgefallen, was passiert, wenn mein eine Seite auf eine andere 301 weiterleitet?
Ich hatte das mit einer gemacht und seltsamerweise hat diese eine PR von 2 vererbt bekommen ?!%-D
Würde ich hier öffentlich im Blog über Hacker-Methoden schreiben, würde ich mich strafbar machen. Deshalb lasse ich das lieber
Aber ich denke, das Web gibt genug Informationen her über Schwachstellen wie schlecht programmierte PHP-Scripts, nicht rechtzeitig eingespielte Updates, Cross-Site-Scripting, MySQL-Injection etc.